Sauberes Wasser, in Deutschland selbstverständlich, ist in Togo eher eine Seltenheit und meist nur in Flaschen verfügbar, was für die meisten Einwohner nicht erschwinglich ist. Die Entnahme aus Wasserlöchern, stehenden oder fließenden Gewässern sind beste Voraussetzung für die Verbreitung von Infektionen und Krankheiten. Diesem muss durch eine kontrollierte Trinkwassergewinnung auch im ländlichen Raum vorgebeugt werden, was der Verein „Hilfe für Togo e.V.“ seit Jahren durch den Bau von Brunnen, Wasserleitungen und Zisternen unterstützt.
Bau von Zisternen:
Das Dorf Bawé auf dem Plateau de Danji war bis 1998 nur über einen schmalen Pfad zu erreichen. Die vielen landwirtschaftlichen Erzeugnisse wie Kaffee, Maniok, Holzkohle etc. mussten von Frauen mühsam 7 km (und 200 Höhenmeter) bis zur nächsten Straße getragen werden. Dabei musste auch ein Fluss überquert werden. Die Verantwortlichen des Dorfes kamen mit der Bitte auf den Verein zu, ihre Ortschaft doch über eine Piste mit Brücke zu erschließen. Es wurde beschlossen, die Brücke zu errichten, wenn die Dorfbewohner bereit sind, die Straße in Handarbeit anzulegen. Der Verein stellte die hierfür erforderlichen Werkzeuge und Verpflegung zur Verfügung. Über 9 Monate dauerten die Straßenbauarbeiten, bis schließlich die 7 km lange Piste mit Brücke eingeweiht werden konnte. Heute können große LKW das Dorf erreichen und die hier produzierten Güter für den Markt abholen.
2009 finanzierte der Verein den Bau einer Piste nach Itobole, einem bisher kaum zugänglichen Dorf in der Nähe der ghanaischen Grenze.