1992: Frieder Franz, ein Freund unseres jetzigen Vorsitzenden Anton Weber, ist für den „Senior Expert Service“ (SES) in Sodo/Togo, um dort Landwirtschaft zu betreiben und eine Wasserversorgung im Ort zu installieren. Während eines Aufenthaltes in Deutschland treffen sich die beiden bei einer privaten Veranstaltung. Frieder Franz schildert dabei die Situation und die Projekte in Sodo. Sein Problem ist, dass er einen Teilort von Sodo mit Wasser versorgen will, wobei ihm aber etwa 6000 DM zur Finanzierung fehlen. Er berichtet voller Begeisterung über seine Projekte, so dass einige Monate später Josef Elsnik, Paul Klumpp und Anton Weber nach Togo aufbrechen, um sich vor Ort zu informieren. Sie sind sehr angetan von den Projekten und Menschen in Togo und können schon wenige Wochen später die über Spenden gesammelten 6000 DM nach Togo transferieren.
1993: Im November sind die drei wieder vor Ort und lernen bei diesem Aufenthalt die – inzwischen langjährigen – Vertrauenspersonen Léon Djossou und Rudi Reinhard kennen. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat diskutieren sie die Möglichkeit einer Vereinsgründung mit weiteren Freunden.
1994: Im August findet im Rathaus von Kirchberg/Jagst schließlich die Gründungsversammlung des Vereins „Hilfe für Sodo e.V.“ statt. Gründungsmitglieder sind: Frieder Franz (1. Vorsitzender), Anton Weber (2. Vorsitzender), Herrmann Maunz (Kassier), Karin Maunz (Schriftführerin) sowie als Beisitzer Paul Klumpp, Barbara Weber und Hans-Peter Stickel. Noch im gleichen Jahr werden in Sodo mehrere Projekte initiiert: Schafzuchtprojekte, Bau einer Kirche, Ackerbau.
1995: Der zweite Container mit Hilfsgütern wird auf die Reise nach Togo geschickt. Dieser wird auf dem Weberschen Schlatthof unter anderem mit einem Traktor, einem Anhänger, einer Zahnstation, einer Drehbank, vielen Nähmaschinen und sonstigen Hilfsmaterial, vorwiegend für das Ausbildungszentrum ABC in Kpalimé, beladen. Eine Delegation des Vereins fährt im November nach Togo, um den Container zu entladen. Dabei stellt sich heraus, dass ein cleverer Sprecher des Dorfes Sodo sich die Transportpapiere besorgt hat und den Container bereits auf den Dorfplatz von Sodo hat stellen lassen, da durch die Namensgebung des Vereins das Dorf Sodo Anspruch auf den gesamten Inhalt des Containers habe. Durch geschicktes Verhandeln der Delegation gelingt es schließlich, den Container an seinen Bestimmungsort, das Ausbildungszentrum in Kpalimé, zurückzubringen und dort zu entladen. Noch am gleichen Tag stellt Frieder Franz sein Amt als Vorsitzender des Vereins zur Verfügung. Anton Weber übernimmt kommissarisch den Vorsitz.
1996: Bei der Hauptversammlung im März wird Anton Weber zum Vorsitzenden gewählt. Gleichzeitig wird per einstimmigem Beschluss der Name des Vereins von „Hilfe für Sodo e.V.“ auf „Hilfe für Togo e.V.“ geändert. Damit beginnt eine neue Epoche der Vereinsgeschichte. Vor Ort in Togo sind ab sofort Rudi Reinhard für die Finanzen sowie Léon Djossou für Organisation und Abwicklung der Projekte des Vereins verantwortlich. Der Verein setzt sich für die weitere Arbeit in Togo sechs Schwerpunkte:
Landwirtschaft und Aufforstung
Ausbildung und Förderung des Handwerks
Bau von Schulen und Kindergärten
Medizinische Versorgung
Hygiene und Wasserversorgung, Infrastruktur
Transport von Hilfsgütern per Container
Dabei wird schon immer konsequent darauf geachtet, dass die Spenden zu nahezu 100% in Togo ankommen. Dies ist nur dadurch sicherzustellen, dass sowohl die Vereinsarbeit in Deutschland auf rein ehrenamtlicher Basis erfolgt, als auch die jährlichen Besuche in Togo von den Mitgliedern der Delegation aus eigenen Mitteln finanziert werden.