Sozialfonds im Solidarité

Eine medizinische Behandlung für Jedermann ist in Togo nicht selbstverständlich. Aufgrund mangelnder finanzieller Mittel werden Patienten oftmals nur teilweise behandelt oder gar nach Hause geschickt. Anstatt einer ordentlichen Malariabehandlung oder einer Wundversorgung, reicht das Geld oft - wenn überhaupt - nur für ein paar Schmerztabletten.

Im November 2010 hat Hilfe für Togo daher einen Fonds für Sozialfälle im CMS Solidarité, einem medizinischen Versorgungszentrum im ärmsten Viertel Kpalimés, eingerichtet. Ziel dieses Fonds ist es, die Untersuchung und Behandlung aller Menschen, die das Zentrum aufsuchen, zu gewährleisten.

Kein Kranker soll nach Hause geschickt werden, weil er nicht die finanziellen Mittel für eine Behandlung hat.

 

Sobald ein Patient nach der Erstuntersuchung die vorgeschlagene Behandlung oder eine weitere Analyse (z.B. Blutbild, AIDS-Test) nicht bezahlen kann, entscheidet ein eigens für diesen Fonds eingerichtetes Komitee darüber, ob und inwieweit dieser Kranke Unterstützung erhalten kann. Diese Unterstützung kann finanzieller Art sein, aber auch in Form von Sachspenden, wie zum Beispiel Spritzen oder Verbände, die der Verein kostenfrei zur Verfügung stellt. Gleichzeitig wird versucht, die Patienten je nach ihren Möglichkeiten zu einer kleinen Selbstbeteiligung zu motivieren.

Bis zum heutigen Tag konnten über 185 Behandlungen mitfinanziert werden: Behandlungen, bei denen es sich um Kosten von 15-20€ handelt, welche aber in Togo über Leben und Tod entscheiden. 

Erfreulich ist die Tatsache, dass viele Togoer nachträglich einen Teil ihrer Behandlungskosten rückerstatten. Diese waren aufgrund ihrer Krankheit auch finanziell in Not geraten und brauchten nur einen Aufschub.