Das staatliche, kirchliche und private Schulwesen ist insbesondere in städtischen Regionen relativ gut entwickelt. Die Schulbesuchsquote liegt bei 77,1 Prozent (73 Prozent bei Mädchen, 80 Prozent bei Jungen). Die Analphabetenrate bei Erwachsenen (15 Jahre und älter) liegt bei 47 Prozent. Allerdings ist die Alphabetisierung stark vom sozioökonomischen Umfeld sowie geschlechtsspezifisch geprägt. In den Städten ist sie höher als in ländlichen Gegenden. Während die Alphabetisierungsquote unter Männern bei über 70 Prozent liegt, schaffen es Frauen nur auf etwas über 40 Prozent.
Seit dem Schuljahr 2008/2009 wird für den Besuch der Vor- und Primarschulen kein Schulgeld mehr erhoben.
Togo hat zwei staatliche Universitäten, Lomé und Kara. Die Universität von Lomé, für 6.000 bis 7.000 Studenten ausgelegt, hat mittlerweile 30.000 Studierende mit entsprechend schwierigen Studienbedingungen. Die hohe Studentenzahl ist darauf zurückzuführen, dass viele Schulabgänger in Ermangelung von Arbeitsplätzen die Universität als Warteposition nutzen. Die Université de Kara, erst im Januar 2004 eingeweiht, hat rund 1.500 eingeschriebene Studenten. Die Arbeitsplatzprobleme für Hochschulabgänger sind enorm.
Staatliche Ausbildungsinstitute sind nur in beschränktem Maße vorhanden. Die pädagogischen Akademien für die Ausbildung der Primarschullehrer in Kara und Notsé sind seit mehreren Jahren wegen fehlender finanzieller Mittel geschlossen. Private Ausbildungsplätze entsprechen nicht immer den Standards, da Ausbilder keine bestimmten Qualifikationen vorweisen müssen.
Deutschland hat im Berufsschulwesen die Einführung eines dualen Ausbildungssystems unterstützt.
Anmerkung: Diese Informationen entstammen größtenteils der Website des Auswärtigen Amtes ( www.auswaertiges-amt.de ), ergänzt durch eigene Erfahrungen. Dort sind auch jeweils neueste Informationen und Ergänzungen zu finden.