Das ABC (Atelier Bon Conseil) in Kpalimé wurde bereits 1980 durch eine schweizerische Organisation zur Förderung des afrikanischen Handwerks gegründet und bis 1993 als erfolgreiches Projekt geführt. Nach dem Ausstieg der Schweizer aus dem Projekt konnte der Verein „Hilfe für Togo e.V.“ in die entstandene Lücke einspringen und ab 1995 die Ausbildung von damals über 100 Auszubildenden in den Berufen Schreiner, Automechaniker, Schweißer, Dreher und Elektriker finanzieren.
Die Leitung des ABC hat seit 1994 Léon Djossou inne, mit dem der Verein seit dieser Zeit vertrauensvoll zusammenarbeitet. Über den Förderverein APAT unterstützt der Verein „Hilfe für Togo e.V.“ Existenzgründungen von Absolventen, die im Mietkaufverfahren Maschinen und Ausrüstungsgegenstände erhalten. Hunderte von Absolventen, denen neben einer qualifizierten Ausbildung auch der Einstieg in den Beruf ermöglicht wurde, zeugen vom Erfolg des Systems ABC, mittlerweile ABCN (Nouveau).
Seit 2010 wird durch eine Neustrukturierung die Grundlage für eine noch effizientere und modernere Ausbildung gelegt. Neue Ausbildungsgänge, z.B. Geo-Vermessung, Solartechnologie, Maurerhandwerk und eine Erweiterung der Ziele mit Kursen zu Arbeitsrecht, Buchhaltung, Kalkulation von Materialien und Förderung von Sprache und Kultur sollen dazu beitragen, dass die Ausbildung im ABCN sich von anderen Ausbildungseinrichtungen deutlich abhebt.
Auch andere Einrichtungen in Kpalimé und Umgebung, die junge Menschen aus teilweise sozial problematischen Verhältnissen ausbilden, werden finanziell sowie mit Maschinen und Materialien unterstützt. So fördert der Verein seit 2009 unter anderem das Zentrum der AGerTo (Association Gemano-Togolaise), in welchem derzeit 130 Auszubildende die Möglichkeit zu einem einfachen Abschluss erhalten.
In Danyi Novissi wurde 1999 eine Produktionsstätte für Seife errichtet und an eine Kooperative von 14 einheimischen Frauen übergeben, die seitdem qualitativ hochwertige Seifen mit ansprechenden Duftnoten produzieren und damit zur Ernährung ihrer Familien beitragen können.
In Togo gibt es – auch auf Grund der früher unzureichenden Polio-Durchimpfung der Bevölkerung – viele Menschen mit Behinderungen. Diesen Menschen zu helfen ist den Mitgliedern des Vereins ein großes Anliegen. In Elavagnon hat sich eine Gruppe von 70 jungen Menschen mit Behinderungen zu einer Handwerker-Kooperative zusammengefunden und ist mit der Bitte um Unterstützung an den Verein herangetreten. Die Gemeinde hat ein stark renovierungsbedürftiges Gebäude zur Verfügung gestellt, das der Verein 2003 behindertengerecht ausgebaut hat und das nun der Kooperative als Behinderten-Werkstatt zur Verfügung steht. Nachdem in den ersten Jahren noch ein Sozialarbeiter die Leitung innehatte, wird das Projekt mittlerweile in eigener Verantwortung der Kooperative geführt.