Als kleines, wirtschaftlich schwaches Land ist Togo interessiert an guten Beziehungen zu seinen Nachbarstaaten, zu großen - potentiellen - Geberländern und zu den regionalen und internationalen Organisationen; hier vor allem den Vereinten Nationen und ihren Unterorganisationen einschließlich der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds und der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft CEDEAO. Der Schaffung und dem Ausbau konfliktverhindernder Mechanismen in Afrika steht Togo aufgeschlossen gegenüber. Es beteiligt sich an fünf VN Friedenseinsätzen. In internationalen Fragen neigt Togo in der Regel zu neutralem Verhalten, solidarisiert sich aber regelmäßig mit gesamtafrikanischen Zielen.
Nach den international anerkannten Parlamentswahlen vom 14. Oktober 2007 hat die EU Kommission die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Togo wieder aufgenommen. Im Rahmen des 10. Europäischen Entwicklungsprogramms sind für Togo im Zeitraum von 2008 bis 2013 insgesamt 123 Millionen Euro vorgesehen; darunter eine Budgethilfe in Höhe von 15 Millionen Euro für den Bildungsbereich. Weitere 10 Millionen Euro sind für eine Unterstützung der Zivilgesellschaft und die Umwelt sowie 3,12 Millionen Euro zum Ausgleich der gestiegenen Weltmarktpreise für Lebensmittel vorgesehen. Am 16.01.2009 haben die EU-Kommission und die togoische Regierung eine Aufstockung der Hilfe zur Überwindung der Folgen der Erhöhung der Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel um 3,12 Millionen Euro vereinbart. Im März 2009 hat die EU Kommission zudem eine Nahrungsmittelhilfe für Togo in Höhe von 2,5 Millionen Euro beschlossen, die von der FAO umgesetzt werden soll, und am 24.06.2009 eine finanzielle Hilfe in Höhe von jeweils 1,35 Millionen Euro für den Baumwoll- sowie den Kaffee- und Kakaosektor gewährt.
Das Verhältnis zu den Nachbarstaaten Benin, Burkina Faso und Ghana ist gut und spannungsfrei. Allerdings schmerzt die Abtretung der im Westen gelegenen Voltaregion an Ghana im Jahr 1956 noch immer.
Unter den europäischen Staaten pflegt Togo besonders enge Beziehungen zur ehemaligen Mandatsmacht Frankreich, das auch größter bilateraler Geber ist und die wirtschaftliche Zusammenarbeit im Gegensatz zu den übrigen westlichen Staaten nie eingestellt hat.
Die USA engagieren sich nur wenig; anders die Volksrepublik China, die politisch und wirtschaftlich eine immer größere Rolle spielt. Auch ist ein zunehmendes Engagement Brasiliens in Togo festzustellen.